Der LfL Klima-Check baut auf der etablierten Internetanwendung der Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL) zu Deckungsbeiträgen und Kalkulationsdaten auf und erweitert diese um eine fundierte Treibhausgasbilanzierung.
Bereits die erste Projektphase von 2022 bis 2025 hat deutliche Fortschritte hervorgebracht. Der bestehende Treibhausgasrechner der LfL wurde gezielt an die Anforderungen der bayerischen Milchwirtschaft angepasst und hat sich inzwischen auch über Bayern hinaus als methodisch anerkanntes Instrument etabliert. Im Frühjahr 2025 wurde die Kooperation zwischen milch.bayern e.V. und der LfL zur Weiterentwicklung des LfL Klima-Checks um weitere vier Jahre verlängert. Die Finanzierung der von milch.bayern übernommenen wissenschaftlichen Stelle ist damit bis 2029 gesichert. Diese Entscheidung bestätigt das Vertrauen in den eingeschlagenen Weg und stärkt zugleich Bayerns Rolle als Vorreiter einer praxisnahen und wissenschaftlich fundierten Treibhausgasbilanzierung in der Milchwirtschaft.
Austausch und Weiterentwicklung
Ein zentrales Element der Weiterentwicklung bleibt der enge Austausch mit der Praxis. Die seit 2024 etablierten Workshops zwischen Molkereien und der LfL bieten eine strukturierte Plattform, um die Erfahrungen, die Fachkräfte aus den Molkereien bei der Anwendung des Rechners zusammen mit den Landwirten machen, direkt in die Weiterentwicklung des Klima-Checks einfließen zu lassen.
Die nicht zuletzt in den Workshops immer wieder diskutierte Frage nach der praktischen Umsetzung der Erkenntnisse in der Beratung führte zum Aufbau eines Arbeitskreises zur „Klimaintelligenten Milchviehberatung“ mit dem Ziel, ein abgestimmtes, praxisnahes Beratungskonzept für Bayern, bei dem die staatliche Verbundberatung im Mittelpunkt steht, zu etablieren.
Der LfL Leitfaden
Einen besonderen Meilenstein stellte die Veröffentlichung des LfL-Leitfadens zur Reduktion von Treibhausgasemissionen dar, der für die Beratung zur Verfügung steht. Der Leitfaden trägt den Titel „Praxisnahe Bewertung von THG-Minderungsmaßnahmen mit dem LfL Klima-Check. Einführung und Fallanalysen“ und ist bewusst als dynamisches Arbeitsinstrument angelegt, das kontinuierlich weiterentwickelt wird. Im Zentrum steht die Frage, wie Milchviehbetriebe ihre Emissionen wirksam senken können, ohne wirtschaftliche Stabilität und weitere Nachhaltigkeitsziele zu gefährden.
Die in dem Projekt gewonnenen Erkenntnisse basieren auf der Auswertung von 30 Praxisbetrieben. Neun zentrale Minderungsmaßnahmen wurden modelliert und hinsichtlich ihrer Klimawirkung sowie möglicher Wechselwirkungen mit anderen Nachhaltigkeitsaspekten analysiert.



