Projekt mit der Justus-Liebig-Universität Gießen
Ein Kompostierungsstall ist ein Stallhaltungssystem für Rinder, bei dem die Liegefläche mit Sägespänen, Hobelspänen, Hackschnitzeln, d.h. mit einer Holzkomponente in unterschiedlichster Partikelgröße, auch in Mischung mit anderen organischen Materialien, eingestreut wird. Die Tiere erhalten dadurch eine komfortable, freie, trocken-weiche Liegefläche, die beispielsweise ein erleichtertes Ablegen und Aufstehen und natürliches Verhalten der Kühe begünstigt.
Der Verein milch.bayern unterstützt seit November 2020 ein auf drei Jahre angelegtes Projekt, das vom Innovationsteam Milch der Landesvereinigung Hessen e.V. in Zusammenarbeit mit dem Institut Tierzucht und Haustiergenetik der Justus-Liebig-Universität Gießen durchgeführt wird. In diesem Projekt sollen für das System Kompostierungsstall praktische Fragen zu Tierwohl und zur Tiergesundheit, zu den Emissionen, zur möglichen Zuchtausrichtung besonders geeigneter Tiere sowie zur Produktqualität geklärt werden.
Durchführung und Projektziele
Insgesamt sind acht Milchviehbetriebe, vier in Bayern und vier in Hessen, eingebunden. Die Betriebe sind unterschiedlicher Größe, halten verschiedene Rinderrassen und praktizieren auch jeweils andere Arten des Stallmanagements. Alle Projektteilnehmer werden im Jahresverlauf viermal besucht, bei den Besuchen werden unterschiedliche Messungen vorgenommen. In die Beurteilung des Konzepts fließen sowohl die Ermittlung des CO₂-Fußabdrucks als auch Parameter wie Sauberkeit der Tiere und Körperkonditionszustand mit ein.



